Bild: Eine Petroleumlampe (Sturmlaterne) ist genau genommen eine Petroleum-Heizung, die nebenher auch Licht erzeugt!
Zurzeit – Anfang Januar 2026 – erleben wir in Berlin einen durch linksterroristische Sabotage verursachten Stromausfall. Rund 120.000 Menschen sind betroffen, mutmaßlich für etwa eine Woche. Es ist Januar. Die Wetterprognose meldet bis zu –8 °C. So weit, so unerquicklich.
Ich kenne solche Situationen. Im Müglitztal bei Dresden habe ich selbst im Jahr 2002 einen großflächigen Stromausfall erlebt – und der dauerte gut vier Wochen. Aus dieser Erfahrung heraus erlaube ich mir, einige wohlbegründete Ratschläge zu geben. Bereits 2013 habe ich dazu eine Checkliste zum Verhalten bei längerem Stromausfall erstellt. Sie hat bis heute nichts von ihrer Gültigkeit verloren.
Einige besonders bewährte Maßnahmen zur Vorsorge möchte ich hier dennoch noch einmal knapp zusammenfassen.
1. Licht und Wärme: Petroleumlampen – aber bitte mit Qualität (die preiswerte Notheizung).
Im Winter ist es kalt. Und dunkel. Bei Stromausfall greifen viele reflexartig zur Kerze. Das hilft ein wenig – aber es geht besser.
Fast vergessen ist die simple Wahrheit: Eine Petroleumlampe ist in erster Linie eine Wärmelampe.
Sie verbraucht je nach Modell etwa 20–50 g Petroleum pro Stunde. Das entspricht einer energetischen Leistung von rund 200–500 Watt (bei einem Heizwert von ca. 10–12 kWh/kg).
Lichtleistung: kaum der Rede wert
Weniger als ein Prozent dieser Energie wird in sichtbares Licht umgewandelt. Die effektive Lichtleistung liegt bei etwa 1–5 Watt – vergleichbar mit einer schwachen Kerze oder einer sehr kleinen Glühlampe. Die Lichtausbeute beträgt oft nur 0,1–0,3 Lumen pro Watt Verbrennungsleistung.
Wärmeleistung: der eigentliche Zweck
Rund 99 % der Energie wird als Wärme abgegeben – also 200–500 Watt Strahlungs- und Konvektionswärme. Das reicht, um einen kleinen Raum spürbar zu erwärmen oder sogar ein Gewächshaus frostfrei zu halten.
Fazit: In jeden Haushalt gehören ein bis zwei Petroleumlampen. Aus Sicherheitsgründen sollten es solide Modelle mit breitem Docht sein. Dochtband gleich mitkaufen. Zwei bis drei Liter Petroleum (Lampenöl) gehören ebenfalls zur Grundausstattung.
Und ganz nebenbei: Außerhalb von Krisensituationen macht sich eine brennende Petroleumlampe auch hervorragend als stimmungsvolle Partybeleuchtung.
2. Kochen ohne Strom: der kleine Propangaskocher
Ein einflammiger Propangaskocher mit automatischer Zündung und eine fünf Liter Flasche Propangas sind eine überschaubare, aber enorm wertvolle Anschaffung.
Bei Stromausfall ermöglicht er das Kochen von Speisen und heißen Getränken. Nebenbei erwärmt er den Raum zumindest leicht … doch kostengünstig (siehe unten)!
Entscheidend ist jedoch etwas anderes:
Wir können Wasser erhitzen – zum Abwaschen, zum Waschen, zur Körperpflege.
Denn das wirklich Zermürbende an längeren Ausnahmesituationen ist nicht nur die Kälte, sondern das Gefühl permanenter Unsauberkeit. Wer sich abends nicht waschen kann, friert schneller. Und fühlt sich schneller elend.

Auch hier gilt: Außerhalb des Notfalls lässt sich der Kocher wunderbar nutzen. Auf dem Balkon oder der Terrasse entsteht eine kleine Sommerküche. Wer einmal beim Einkochen oder scharfen Anbraten den Dampf und das Fettspritzen aus der Wohnung verbannt hat, möchte diesen Luxus nicht mehr missen.
Prinzipell im Winter mit Propangas kochen?
Prinzipiell darf man mit Propangas in der Wohnung kochen. Rein zum Kochen ist ein moderner Induktionsherd (Strom) zwar effizienter (Wirkungsgrad 80–90 %), komfortabler, sicherer und leichter zu reinigen als Gasherde (Wirkungsgrad 40–60 %).
Bei günstigen Stromtarifen ist er im Sommer oft preiswerter als Propangas. Im Winter jedoch profitiert Propangas von der Abwärme, die den Raum heizt und Heizkosten spart – der „Verlust“ wird zur Stärke, was die Gesamtausbeute (Kochen + Heizung) besser macht! (Lass dir von eine KI mal eine idividuelle rechnung aufmachen)
3. Kommunikation ohne Strom: Zettel, Stift und eine echte Glocke
Fällt der Strom länger aus, wird Kommunikation plötzlich wieder analog. Wir haben das selbst erlebt.
Es ist wichtig, dass Besucher oder Nachbarn eine Nachricht hinterlassen können, wenn wir nicht zu Hause sind. Ein Zettel und ein Stift an der Tür sind dann kein Provisorium, sondern Infrastruktur.
Und bitte daran denken:
Bei Stromausfall funktioniert die Wohnungsklingel nicht.
Eine mechanische Läuteglocke am Haus ist kein nostalgischer Spleen, sondern ein funktionales Sicherheitsdetail.

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Diese drei Punkte sollen hier zunächst genügen.
Zu weiteren Notfallszenarien und differenzierten Vorsorgemaßnahmen habe ich an anderer Stelle ausführlicher geschrieben:
- Krisenvorsorge (derkleinegarten.de) Beitrags-Übersicht
- Checkliste für den Krisenfall, Tipps zur Vorsorge – Einkaufsliste (derkleinegarten.de)
- Prepper-Haushalt. Warum Pflanzenöl ein unterschätzter Notvorrat ist. (inhortas.de)
- Schmunzel-Notiz: Harald Lesch wart 2022 vor der Notfallsvorsorge (Telegram)
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Notiz: https://x.com/Shinsho_ni/status/2008830502904496185 (Tragischer Fund: Ältere Frau erfroren – Das erste Opfer eines linksextremen Angriffs?, 7.1.2026)