➡️ Hier folgt eine Mengenberechnung für Suppe (z.B. Gulaschsuppe, Soljanka, Fischsuppe) als Hauptmahlzeit. Als Vorsuppe ist bei der Kalkulation entsprechend weniger zu verwenden (siehe unten). 100 ml Suppe entsprechen grob gerechnet 100 Gramm (100 g) in der Gewichtseinheit.

– Ein tiefer Teller fasst 1/4 (250 ml) Liter Suppe. Suppentassen fassen zwischen 250 und 350 ml Suppe.
– Zu einer ordentlichen Mittagsmahlzeit werden durchschnittlich weniger als zwei volle Teller Gulaschsuppe gegessen, wenn es nichts anderes gibt. Nach meinen Erfahrungen sind das etwa 400 bis maximal 420 ml (mit Brötchen dazu!). Dasselbe Maß gilt natürlich auch für ein Abendessen. Ist die Suppe nur eine Vorsuppe, dann genügen 250 ml pro Person.
Wie viel Suppe pro Person aber tatsächlich zu kalkulieren ist, lässt sich rein mathematisch schlecht berechnen. Wenn ich nur 10 Personen beköstige, kann ich reichlicher kochen, denn wenn wirklich etwas übrig bleibt, dann kann man es gut selber aufbrauchen.
Doch je höher die Anzahl der zu beköstigenden Personen ist, um so genauer sollte man sich an die Mengenangaben halten, um am Ende nicht tagelang Suppe essen zu müssen. Bleibt trotz guter Planung einmal sehr viel Suppe übrig, so kann man diese gut einfrosten.
Bei der Mengenberechnung an Vorsuppe ist es genau andersherum. Hat man wenig Gäste geladen, dann ist die Hauptmahlzeit meist reichlicher bemessen und man kann die Vorsuppe knapp berechnen. Sind sehr viel Gäste zu bewirten, dann wird gern zu späterer Stunde nochmal ein Tasse Suppe gegessen. Nach diesen Vorgaben habe ich mir diese Tabelle erstellt:
| Suppe für Personenzahl | 10 | 15 | 20 | 30 | 50 |
| Hauptgang (in Liter, in etwa auch kg) | 4,2 | 6,3 | 8,2 | 12 | 20 |
| Vorsuppe (in Liter, in etwa auch kg) | 2,5 | 3,5 | 5 | 7 | 11 |
Info-Bonuns: Wo Suppen ihre Stärken ausspielen
Garten- und Grillpartys
Für Gartenpartys oder größere Feiern ist ein zünftiger Kesselgulasch oft eine praktische Beköstigung. Man braucht dafür nicht nur wenig Geschirr und Besteck, sondern die Gäste könne den Gulasch notfalls auch im Stehen essen.
Selbst bei einer Grillparty mit vielen Protagonisten ist Suppe die Rettung für den Grillmeister, denn oft sind nicht so viele Steaks und Würste gleichzeitig fertig, dass alle hungrigen Gäste sofort essen können. So kann man die Wartezeit auf die Bratwurst gut mit einer leckeren Suppe überbrücken.
Die Kombination aus einfacher Handhabung und echtem Wohlfühlfaktor macht eine deftige Suppe keineswegs nur auf sommerlichen Gartenpartys zum Gewinner. Ihre wahren Trümpfe spielt sie überall dort aus, wo unkompliziert, pragmatisch und ohne großes Tamtam viele Menschen verköstigt werden sollen:
Auf dem Bau
Auf der Baustelle oder beim Richtfest (wo deftige Klassiker wie Kartoffelsuppe mit Knacker oder Erbseneintopf unschlagbar sind) und saubere Tische Mangelware darstellen, lässt sich eine Suppentasse problemlos im Stehen auf der Maurerdiele genießen. Auch nach kräftezehrenden Arbeitseinsätzen im Garten, in der Gartensparte oder im Verein gibt es kaum eine dankbarere Verpflegung (etwa eine kräftige Linsensuppe mit Speck oder ein saftiger Linseneintopf): Niemand muss sich erst umziehen oder Hände langwierig für Besteck und Servietten präparieren – ein Stück Landbrot in die Hand, eine Kelle heißen Eintopf, und die Kräfte sind wieder mobilisiert.
Zum Glühwein
In der kühlen Jahreszeit wird der Suppentopf vollends zum Mittelpunkt des Geschehens. Ob beim Wintergrillen an der Feuerschale, beim Glühweinabend im Hof oder als Mitternachtssuppe zu Silvester (hier greift man am besten zu würziger Soljanka, feuriger Gulaschsuppe oder mexikanischem Chili-Topf): Die Suppe hält von innen und außen die Hände warm und überbrückt mühelos Wartezeiten.

Als Randnotiz
Sogar bei Festen mit „kommen und gehen“ – wie einem Tag der offenen Tür, Umzugshelfern oder Jubiläen, bei denen die Gäste kleckerweise über den Tag verteilt eintreffen – zeigt sie ihre Stärke (eine pikante Käse-Lauch-Suppe mit Hackfleisch oder ein klarer Gemüsetopf lässt sich hier wunderbar warmhalten): Auf kleinster Flamme geparkt, bekommt jeder Ankömmling sofort eine dampfende Mahlzeit, ohne dass in der Küche Hektik ausbricht. Sie lässt sich lückenlos am Vortag vorbereiten (schmeckt durchgezogen meist sowieso besser) und versorgt selbst große Runden völlig ohne Geschirr-Chaos.
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