Sehr günstiges Partyessen – 20 bis 30 Personen (erprobte Tipps)

Suppe beim Partyessen

➡️ Wer für eine Feier ein kostengünstiges Essen bereiten will, der weiß oft nicht, wie man kalkulieren soll.

Manchmal fehlen auch einfach nur die Ideen, und das liegt daran, dass man Buffetts vor Augen hat, bei denen sich die Tische förmlich biegen, im Endeffekt aber die Hälfte der Speisen weggeworfen werden muss. Dabei gibt es inzwischen viele Ratgeber, die Vorschläge für gute Speisen zum kleinen Preis anbieten. Unten habe ich deshalb so eine Art Checkliste erstellt, mit der man schnell einen funktionierenden Menüplan zusammenstellen kann.

Die Variante „Grillparty“ schließe ich hier einmal aus, denn sie ist eine gesonderte Möglichkeit.

Bei meinen Vorschlägen für kostengünstiges Essen ist es völlig egal, ob es sich um eine Geburtstagsfeier, Konfirmation/Firmung oder gar Hochzeit handelt (hier: Hochzeitsessen mit Catering). Wenn du nicht viel Geld hast und kein teures Catering bestellen kannst, dann sage es deinen Gästen vorher frei heraus. In Zeiten kulinarischem Überangebotes kann ein einfaches Menü durchaus wirkungsvoll und begehrt sein.

Mitbringparty (Potluck) organisieren?

Aus Kostengründen macht man zwar heutzutage auch gern Partys, wo jeder etwas mitbringt. Doch dabei sind klare Absprachen wichtig. Im besten Fall bittest du ganz gezielt: „Bring doch bitte eine Schüssel deines unübertroffenen Kartoffelsalats mit.“ Und trotzdem können Unsicherheiten nicht ausgeschlossen werden, beispielsweise, wenn Gäste kurzfristig absagen.

Die Alternative

Ich persönlich bevorzuge die Variante, die Bekannten zu bitten, eine gute Flasche Wein oder Saft mitzubringen oder gar einen Kasten Bier-Mix mit ausgesuchten Sorten. Das hat den riesigen Vorteil, dass die Gäste automatisch die Getränke mitbringen, die ihnen am besten schmecken. Außerdem hast du nicht die Schlepperei mit den Flaschen.

Das rentiert sich vor allem dann, wenn man im fünften Stock ohne Fahrstuhl wohnt. Ausführliche Tipps zur Getränkekalkulation sind hier zu finden.

Fettbemmen-Party, frisches Brot und mehr

Die allereinfachste Möglichkeit, seine Gäste zu bewirten, die schon tausendfach praktiziert wurde, ist, Griebenfett (Schweinefett), frisches Schwarzbrot und Salz zu servieren. Das funktioniert und ist in dieser Form absolut zu Ende erfunden. Zudem benötigt man für dieses Party-Essen sehr wenig Vorbereitungszeit.

Man kann das Menü noch etwas erweitern, indem helle Baguettes, Butter (Kräuterbutter) und Frischkäse mit Kräutern hinzukommen. Und nicht vergessen: ein Schälchen oder Streuer mit Salz.

Hat man als Gastgeber dazu reichlich gut schmeckenden Wein, Fruchtsäfte und Wasser, dann ist für die Besucher bestens gesorgt. Da braucht es auch nicht unbedingt teures Bier. Wird Bier oder ein entsprechendes Mixgetränk angeboten, wird die Qualität erhöht, wenn es aus dem Kühlschrank kalt serviert werden kann!

Apropos Wasser, es muss nicht immer Wasser in Flaschen sein, das viel Schlepperei verursacht. Wasser aus der Leitung, hübsch serviert in einer Glaskararaffe mit Zitronenscheiben (Beerenobst, Melonenstücken) und Minzblättern aromatisiert, schmeckt den meisten ausgezeichnet. Und wer Wasser nur sprudelig mag, der kann es mit einem Wassersprudler selber mit Kohlensäure anreichern.

Noch etwas erweitern mit…

Wer die Lebensmittel noch etwas aufstocken will, dem empfehle ich, Hausmacherwurst in Gläsern, vor allem Leber- Blut- und Jagdwurst, zu kaufen. Die wird von den meisten gern gegessen, und manch verwöhnter Gaumen ist von solch einfachen Speisen begeistert.

Die Gläser haben zudem den Vorteil, dass man sie vorerst verschlossen lassen kann. Wird wenig davon verzehrt, hat man mit der Aufbewahrung der Reste kein Problem. Für Vegetarier kann Tomaten- oder Knoblauchbutter eine Alternative sein. Auch das bayerisches Obazda ist als preiswertes Partyessen empfehlenswert.

Benötigte Mengen

Als Angabe für die Mengenberechnung ist für sechs bis acht Gäste ein großes Schwarzbrot (1 kg) völlig ausreichend. Wem dies zu knapp kalkuliert ist, der kaufe noch ein Baguette hinzu. Dazu eine Schüssel Griebenfett (Speckfett), ein Stück Butter, 250 Gramm Frischkäse und ein bis zwei Gläser Hausmacherwurst.

Das Griebenfett selber machen. Rezept.

Wer das Fett selber machen will, der schneide 250 Gramm Schweinespeck in kleine Würfel und lasse es aus. Bevor die Grieben braun werden, kommen mehrere kleingeschnittene Zwiebeln (ich nehme 6–8 große Exemplare) hinzu.

Nun alles unter Rühren leicht kochen lassen, bis auch die Zwiebeln schön braun sind. Dann einen Würfel Schweineschmalz hinzugeben. Alles in eine oder mehrere (kleine) Schüsseln geben und auskühlen lassen. Bevor das Schmalz vollständig erstarrt ist, rühre ich es nochmal um, sodass die Grieben gleichmäßig verteilt sind. Das verhindert, dass oben abgesetztes weißes Fett am Schluss übrig bleibt.

 

Wurstsuppe

Suppe als Partyessen anbieten

Viele Gäste kann man zur Feierlichkeit allein schon mit einem großen Topf deftiger Suppe glücklich machen (Kalkulation, wie viel Suppe pro Person). Dazu reiche man frisches Brot, Weißbrot oder frische Brötchen. Diese kann man auch als Aufbackbrötchen anbieten, oder man stellt mit einem einfachen Rezept selbst welche her. Dazu biete man ein Stück Butter an.

Der Vorteil einer Suppen-Party ist der, dass eine oder mehrere Suppen einen Tag vorher zubereitet werden können. Gut geeignet dafür sind:

  • Kesselgulasch
  • Cremesuppen
  • Erbsensuppe (Bundewehrrezept)
  • Bohnensuppe
  • Rumfordsuppe
  • Kürbissuppe
  • Idianersuppe (Mais, Bohnen, Kürbis)
  • Tomatensuppe

Käse und Wein

Die oben genannten Möglichkeiten kannst du zum Beispiel auch mit einem selbstzusammengestellten Käsebuffett erweitern.

Hat man eine kleinere Gesellschaft zu Gast, kann man auch nur zu einem Käse- und Rotweinabend einladen. Dafür kaufst du große Stücken von Gouda, Emmentaler, Edamer (weitere Sorten nach persönlichem Geschmack) und schneidest sie in kleine Würfel, die in Schüsseln serviert werden.

Natürlich kann man auch eine Käseplatte herstellen, von der jeder mit entsprechendem Werkzeuge (Käsehobel, -messer) Scheiben oder Brocken von den großen Stücken abschneiden kann.

Zum Käse reiche man Baguett oder schneide Weißbrot in entsprechend handliche Stücke. Es ist zweckmäßig, wenn ein Stück Butter dabeisteht.

Salzstangen, der Klassiker unter den Knabbereien

Auch Knabbereien gehören zu einer Party, Salzstangen sind hierbei die preiswerteste Variante. Aber es könne auch gern Erdnussflips, Kartoffelchips und Co. sein. Kaufe nur ein, was dir auch selber schmeckt. So musst du Knabbersachen, die nicht gegessen werden, nicht wegwerfen.

 

3 Flashcen Saale Unstrut Wein
Einfaches Essen und gut ausgewählte Getränke wählen. Das ist unser hauptsächlicher Tipp.

„Guter“ Wein, geeigneter Sekt

Zur Auswahl des Weines ist zu sagen, dass es auch hier nicht immer auf den Preis ankommt. Wer sich da nicht besonders auskennt, sollte vor allem bei preiswerten Produkten darauf achten, dass man keinen lieblichen (süßen) und halbtrockenen Wein kauft. Dieser ist meist von minderer Qualität, und man bekommt Kopfschmerzen davon.

Besonders junge Leute neigen zum Kauf süßer Weine. Die überwiegende Zahl der Weintrinker mag jedoch trockene Sorten, und für eine Party sollte man diese kaufen. Sinnvoll kann es auch sein, sich bei den Gästen nach deren Vorlieben zu erkundigen.

Wie stelle ich fest, ob ein Wein trocken oder lieblich ist?

Wann ist ein Wein aber trocken, wann halbtrocken oder lieblich? Hier schaue man vor allem auf den Alkoholgehalt. Je höher dieser ist, um so trockener und bekömmlicher ist der Wein. 12,5 bis 13,5 Prozent Alkoholgehalt ist ein guter Richtwert.

Billige Rotweine mit 13 Prozent mögen vielleicht etwas herb sein, doch wenn man sie schon einige Stunden vor Gebrauch öffnet und gut temperiert (Zimmertemperatur) serviert, ist manch preiswerter Wein durchaus geeignet, und nur verwöhnte Gaumen können sie von einer teuren Flasche unterscheiden.

Rotwein vor dem Servieren offen stehen lassen

Rotwein sollte man unbedingt mindestens eine Stunde vor dem Servieren öffnen (dekandieren). Das Dekantieren verbessert Geschmack und Aroma, da der Wein durch den Kontakt mit Sauerstoff „atmen“ kann.

Besonders ältere Rotweine profitieren vom Dekantieren, da das Sediment entfernt wird, das sich im Laufe der Jahre gebildet hat. Junge Weine hingegen entwickeln oft mehr Komplexität und Tiefe, wenn sie dekantiert werden.

Zudem sollte Rotwein nicht zu kalt sein. Keinesfalls darf er, im Gegensatz zu Weißwein, aus dem Kühlschrank kommen. Zimmertemperatur ist ideal.

Das Auge isst mit

Zuletzt ist noch zu sagen – und das ist durchaus ein sehr wichtiger Faktor – das Auge „isst“ tatsächlich mit. Es gibt vielerlei Studien, die belegen, dass die Ästhetik und das Drumherum einer Feier unseren Geschmackssinn tatsächlich sehr beeinflussen.

Eine schöne (oder durchaus auch ausgefallene) Tischdekoration beziehungsweise die Raumdekoration überhaupt (gern auch unter einem bestimmten Thema, sowie die gesamte Party unter einem Thema stehen kann) hat einen großen Einfluss auf das Wohlbefinden der Gäste. Dazu zählt auch eine gut ausgewählte, dezente Hintergrundmusik (im besten Fall Tanzmusik) und überhaupt eine gastliche Stimmung am Tag der Feier.

Dekorierter Tisch
Für das Besondere braucht es nicht immer besonders viel Aufwand …

Wenn diesen Faktoren sehr viel Aufmerksamkeit geschenkt wird, ist es erfahrungsgemäß sekundär, ob nun ein pompöses Mahl eingenommen wird, oder die Speisen und Getränke schlicht und einfach daher kommen. Die einfache und günstige Party-Bewirtung hat zudem den Vorteil, dass sich der Gastgeber (weil er sich nicht um die aufwendige Beköstigung kümmern muss) viel mehr um die Gäste kümmern kann.


[ZP.GJ.2.9] I

 

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