➡️ Vor gut einem Jahr erschien hier auf dem Inhortas-Blog der doch recht ernst gemeinte Artikel „Kartoffelsuppenzeit: Wo Gefahr ist, wächst das Rettende auch“, in dem wir uns der philosophischen Frage widmen, dass uns die Natur oft recht pragmatisch retten kann – in diesem Falle in der Küche.

Frei nach dem Motto „Wo Gefahr ist, …“ blicken wir im Frühling oft in die Vorratskiste, und es zeigt sich: Die alten Kartoffeln vom Vorjahr müssen dringend weg, bevor sie endgültig weich werden oder austreiben.
Und genau da kommt das Rettende ins Spiel, das man jetzt schon im Garten findet (oder getrocknet parat hat): frisches Liebstöckel, auch Maggikraut genannt.

Aus diesem kulinarischen „Notstand“ und neuem Grün entstand bei uns ein selbst kreiertes, simples und zugleich schmackhaftes Rezept. Interessant dabei ist, dass unsere Kartoffelsuppe auch von Kindern gern gegessen wird, die andere Zubereitungsarten regelmäßig ablehnen.
Kartoffelsuppe mit Möhren und Maggikraut – Zutaten für 4 Personen
1 kg alte Kartoffeln
3 große Möhren
1 große Zwiebel
ca. 1,2 bis 1,5 Liter Fleischbrühe (vorzugsweise Rinderbrühe, es kann aber auch Hühnerbrühe sein)
2 mittelgroße Blätter frischer (oder 2 EL getrockneter) Liebstöckel
Salz
4 Wiener Würstchen
Zubereitung
Die Kartoffeln waschen und schälen, dabei die Augen und Triebe großzügig entfernen. Möhren und Zwiebel schälen. Alle Zutaten in grobe Stücke schneiden, in einen Topf geben und mit Wasser auffüllen, bis alles bedeckt ist.
Liebstöckel und Salz (Achtung: zunächst sparsam verwenden, weil die Fleischbrühe zusätzlich Salz enthält) zugeben und kochen, bis alles weich ist. Währenddessen die Brühe erhitzen.

Einen zweiten Topf zur Hand nehmen, in den anschließend das gequetschte Gemüse gegeben wird.
Den Kochtopf vom Herd nehmen und die Gemüsestücke zusammen mit dem Kochwasser mit einer Kelle nach und nach herausnehmen.
Anschließend in eine Kartoffelquetsche geben, wie im nächsten Bild zu sehen.

Wem dieses Küchenutensil fehlt, der kann auch einen Kartoffelstampfer verwenden. So wird die Suppe ganz von allein wunderbar sämig, behält aber ihren Charakter. Keinesfalls sollte das Gemüse püriert werden.
Nun mit der Brühe bis zur gewünschten Konsistenz auffüllen.
Die Wiener Würstchen (im Ganzen oder in Scheiben geschnitten) in die Suppe geben. Abschmecken und gegebenenfalls mit Salz nachwürzen. Noch einmal kurz auf dem Herd ziehen lassen, bis die Würstchen heiß sind.
Die Suppe wird heiß serviert. Wer möchte, kann eine dicke Scheibe Mischbrot dazugeben. Auch geröstete Zwiebeln oder ausgelassene Speckwürfel passen dazu.
Guten Appetit.
Nachtrag zu den Speckwürfeln
Ich weiß, dass – abgesehen von Vegetariern und Veganern – der eine oder andere meiner Leser Fleisch im Allgemeinen, Schweinefleisch im Besonderen und erst recht Schweinefett eher skeptisch gegenübersteht.
Allerdings scheinen sich die Ansichten zu diesem Thema derzeit erneut zu wandeln.
Auf Inhortas.de finden sich dazu einige informative Beiträge, die ich zur Lektüre empfehlen möchte:
- Schweineschmalz im neuen Licht: Fett und Schmalz als natürliche Vitamin-D-Quelle. (T. Jacob 2/2025)
- Rotes Fleisch ist ungesund? Natürlich nicht. (T. Jacob, 29.1.2026)
- Ketogene Ernährung: Raus aus dem Dauer-Herbst – so funktioniert Keto wirklich. (T. Jacob 6.2.206)

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👩🍳 [GJ.7.7] G. Jacob, 31.12.2026